HF Visual Merchandising Design

Modulbeschreibungen 1. & 2. Studienjahr


Interior Design (Einstieg)

Der persönliche Wohnraum der Studierenden bildet den Einstieg in das Modul mit Fokus privater Raum. Mittels Recherche und Besichtigungen vor Ort vergleichen die Studierenden den privaten Wohnbereich mit dem öffentlichen Objektbereich. Sie sind fähig, die Merkmale der beiden Bereiche bezüglich Materialisierung, Farbigkeit und Raumatmosphäre zu vergleichen und ein darauf abgestimmtes Farbkonzept zu erstellen. In Diskussionen und Gesprächen über den eigenen Wohnraum im Gegensatz zu öffentlichen Räumen lernen sich die Studierenden kennen. Parallel dazu erhalten die Studierenden eine Einführung in die Fotografie. Sie sind in der Lage, Raumatmosphären und –situationen fotografisch festzuhalten. Ergänzend werden die Studierenden in die Grundlagen des Marketings und des Kommunikationsdesigns eingeführt.


Projektwoche: Raumlabor

Das Raumlabor gibt den Studierenden die Möglichkeit, Raumkonzepte 1:1 umzusetzen, bestimmte Raumsituationen zu testen und mit verschiedenen Materialien zu experimentieren. Gemeinsam erarbeiten die Studierenden ein Konzept für das Raumlabor. Sie definieren und beschaffen die nötige Infrastruktur und richten das Raumlabor entsprechend ihren Bedürfnissen für die zukünftige Nutzung ein. Während des gemeinsamen Projekts lernen die Studierenden die eigene Arbeitsweise und die der Mitstudierenden kennen. Ergänzend richten sich die Studierenden auf ihren Laptops ihre persönliche digitale Werkstatt ein.


Szenografie/Bühnenbild

Mittels Betrachtung und Analyse diverser Bühnenbilder untersuchen die Studierenden verschiedene szenografische Methoden (Raumerlebnis, Interaktion, Raumdramaturgie/Storytelling und Raumwahrnehmung). Im Raumlabor erproben sie die Wirkung emotionalisierender Faktoren wie Sound, Licht, Kinetik, etc. Auf unterschiedlichste Art und Weise erfahren sie den Raum ohne kommerziellen Hintergrund. So entwickeln die Studierenden ein Repertoire an raumgestaltenden Faktoren, die sie in der weiteren praktischen Arbeit einsetzen und anwenden können. Zusätzlich erhalten die Studierenden eine Einführung in die digitale Visualisierung von Raumkonzepten und erstellen das Layout für ihr persönliches Sourcebook.


Szenografie/Schaufenster

Mittels Betrachtung und Analyse von Raum- und Objektinstallationen in der Kunst untersuchen die Studierenden die Inszenierung eines Objekts im Raum. Als Einstieg in das Thema Schaufenster erhalten sie eine Einführung in den kommerziellen Raum sowie im Bereich Marketing in den Touch Point Schaufenster und das Emotional Merchandising. Im Team akquirieren die Studierenden einen Kunden und planen die Inszenierung seines Weihnachtsschaufensters. Die Merkmale des kommerziellen Raums (im Unterschied zum Bühnenbild) sind ihnen bekannt. Sie erstellen sowohl ein Briefing als auch ein Konzept inklusive einer digitalen Visualisierung ihrer Idee. Die Studierenden präsentieren ihre Konzepte überzeugend und verständlich. Sie verwenden eine adressatengerechte Sprache und unterstützen ihre Ausführungen mit geeigneten Visualisierungen. Sie sind in der Lage, szenografischen Methoden in der Praxis anzuwenden, umzusetzen, zu evaluieren und zu dokumentieren.


Messestand

Im Zentrum des Moduls steht die Inszenierung einer Marke an einer Fach- oder Besuchermesse. Die Studierenden kennen die Merkmale von Messearchitektur und erwerben grundlegende theoretische und praktische Kenntnisse in Werbe- und Standbautechnik sowie Besucherverhalten und Flow Management. Die Unterschiede des Erlebnisraums Messestand im Vergleich zum Museum sind ihnen bekannt. Im Bereich Marketing können sie den Messestand als Marketingkanal beschreiben. In Teams entwickeln die Studierenden aufgrund eines kleinen Auftrags der Schule das Konzept für einen Messestand von der Recherche über die Budgetierung bis hin zur Realisation. Ihre Konzepte präsentieren sie den Auftraggebern in einer Pitch-Situation. Mit ihren Mitstudierenden und den Auftraggebern können die Studierenden kommunizieren und verhandeln. Sie verfügen über die nötige Selbst- und Sozialkompetenz, um die Teamarbeit effizient zu nutzen, innerhalb des Teams verschiedene Rollen einzunehmen und das Team gegebenenfalls zu leiten. Ergänzend begleiten, befragen und dokumentieren die Studierenden die Arbeit eines Projektleiters bei der Planung eines grossen Messestandes. Sie kennen die Abläufe und sind mit den Aufgaben des Projektleiters vertraut. Im Vergleich zwischen kleinen und grossen Messenständen entwickeln sie einen Verständis für den Zusammenhang des Budgets und den Gestaltungsmöglichkeiten sowie einen Sinn fürs Machbare. Die Studierenden kennen die verschiedenen Akteure beim Planen und Durchführen einer Messe und erweitern ihr persönliches Hersteller- und Spezialistennetzwerk.


Projektwoche: Werbe- und Standbautechnik

In einer Branchenwoche mit technischem Schwerpunkt besuchen die Studierenden unterschiedliche Werbe- und Standbautechnikfirmen sowie die Fachmesse SuisseEMEX. Sie lernen gängige Materialien und Produktionsverfahren in der Standbau- und Werbetechnik kennen und erweitern ihr Lieferanten- und Produzenten-Netzwerk.
Sie sind in der Lage die Kosten und Machbarkeit eines einfachen Messenstandes einzuschätzen.
An der SuisseEMEX gewinnen die Studierenden einen Überblick über die Schweizer Kommunikationslandschaft. Hier erhalten sie Einblick in die Standbaugestaltung aus der Sicht des Besuchers / der Besucherin. Sie analysieren die verschiedenen Messeauftritte auf ihre Wirkung. Die Studierenden sind fähig Kriterien für eine gelungene Standbaugestaltung zu nennen.

 

 


Retail Design 1

Die Inhalte des Moduls Retail Design 1 bilden die Basis für die erfolgreiche Produktinszenierung im Bereich Visual Merchandising und Shopdesign. Die Studierenden kennen die Bedeutung und Zweck des Visual Merchandising als Marketingmassnahme. Anhand von Fallbeispielen untersuchen und beurteilen die Studierenden die verschiedenen Komponenten des Retail Designs. Sie kennen die wesentlichen Themen des Shopdesigns wie Materialisierung (Boden, Decke, Wand), Raumgliederung, Lichtgestaltung, Signaletik und Akkustikplanung. Im Bereich Marketing diskutieren die Studierenden ergänzende Themen des Detailhandels und der Markenkommunikation. In einer Fazitarbeit bearbeiten die Studierenden einen realen Auftrag für einen Partner aus der Arbeitswelt. Sie sind in der Lage, ein bestehendes Konzept für einen Kunden zu analysieren, zu evaluieren und entsprechende Anpassungen vorzunehmen. Ergänzend diskutieren und definieren die Studierenden den Begriff Kommunikationsdesign und entwickeln eine persönliche Haltung dazu.  Aufgrund der gemachten Erfahrungen im ersten Studienjahr sind die Studierenden fähig, ihr Portfolio auf dessen Inhalte (Bild und Text) zu evaluieren und zu überarbeiten. Zusätzlich vertiefen sie ihre CAD Kenntnisse für digitale Visualisierungen.


Projektwoche Retail Design

Im Fokus der Projektwoche steht der Besuch der Fachmesse Euroshop in Düsseldorf, der zur Zeit wichtigsten Messe für die Branche im deutschsprachigen Raum. Im Rahmen der Messe nehmen die Studierenden an Foren und Podiumsdiskussionen zur Entwicklung des Retail Designs teil. Die Studierenden sind fähig, ihre Erkenntnisse in der Klasse zu diskutieren und zu evaluieren und in einem schriftlichen Resumée fest zu halten.  Zusätzlich lernen die Studierenden den Studiengang Retail Design an der Peter Behrens School of Art kennen. Ergänzt wird die Woche durch Exkursionen zu Themen der Design- und Architekturgeschichte.  Im Austausch mit Ausstellern sowie Studierenden und Dozierenden der Hochschule Düsseldorf erweitern sie ihr professionelles Netzwerk. Sie ergänzen ihr Quellenverzeichnis in der Sparte Ladenbau und Retail Design. Die Studierenden sind in der Lage, Aktivitäten im Zusammenhang mit der Studienwoche zu organisieren sowie Ziele und Fragestellungen für die Woche zu formulieren.  Mit der Projektwoche bereiten sich die Studierenden auf das kommende Module Retail Design 2 vor.  


Schule für Gestaltung Basel
Vogelsangstrasse 15
4058 Basel

Projektleitung:
Isabelle Born
isabelle.bornsfgbasel.ch
Sekretariat:
Laura Hochreutener
laura.hochreutenersfgbasel.ch
T +41 61 695 67 70