Fachklasse für Grafik

Sommerprojekt 2014: Farben der Stadt

Begleitet vom Haus der Farbe Zürich und der Stadtbildkommission Basel recherchierten und erstellten die Lernenden der Fachklasse für Grafik innerhalb von zwei Wochen im Rahmen des Projekts „Farben der Stadt“ 60 Farbkarten, die die Farbigkeit und Materialität ausgewählter Häuser exemplarischer Strassenzüge in Basel dokumentieren.

Als Referenzprojekte dienten zwei Projekte des Hauses für Farbe Zürich: Farbraum Stadt. Box ZRH und Epochenfächer (2005) und „Farbkultur im Thurgau pflegen und gestalten - Farbe und Siedlung im ländlichen Umfeld“ (Hrsg. Amt für Denkmalpflege des Kantons Thurgau, 2013).

«Farben der Stadt» sollte die Lernenden sensibilisieren, ihren Lebensraum unter professionellen gestalterischen Gesichtspunkten wahrzunehmen und bot zudem die einmalige Chance, den gewohnten Arbeitsprozess umzukehren: statt vom abstrakten Konzept zum konkreten Produkt verlief das Projekt von der Recherche am Objekt in eine analytische Aufarbeitung und Darstellung einzelner Aspekte.

2 Wochen, 4 Strassenzüge, 60 Gebäude, 64 Lernende

Vier für Basel typische Strassenzüge standen im Zentrum der Recherchen des Sommerprojekts 2014:
- die Rittergasse in der historischen Altstadt, vom Münsterplatz bis St.Alban-Vorstadt,
- die Angensteinerstrasse im Gellert, ein Strassenzug mit repräsentativen Wohnhäusern aus der Zeit um 1900
- der Voltaplatz als Beispiel moderner Urbanität und
- die Näfelserstrasse im Iselinquartier, mit Mehrfamilien-Reihenhäuser und kleinen Wohnblöcke.

Auf der Suche nach den Farbidentitäten und Farblandschaften dieser vier Stadträume entwickelte die Fachklasse für Grafik 60 «Farbportraits», die aufgrund einer sorgfältigen Analyse des Kolorits einzelner Gebäuden aus dem Kontext eines Strassenzugs oder eines Platzes entstanden. Jedes Farbportrait dokumentiert ein Gebäude innerhalb des vorgegebenen Quartierkomplexes und besteht aus eine «Farbkarte» und einer «Farbdokumentation». Die Farbkarte visualisiert den farblichen Gesamteindruck (Farbigkeit, Helligkeit und Buntheit), sie zeigt das Zusammenspiel der Farben der einzelnen Bauelemente und deren mengenmässige Verteilung. Die Farbdokumentation versammelt alle Erkenntnisse aus dem Arbeitsprozess sowie eine Reproduktion der Farbkarte auf einem vierseitigen Steckbrief. Pro Strassenzug entstanden auf diese Art zwischen neun und achtzehn Farbportraits, die die «Stimmung» des Strassenzuges und die übergeordnete Farbidentität des portraitierten Ortes wiedergeben.


Sommerprojekt - Das jahrgangsübergreifende Praxisprojekt

«Sommerprojekt» bedeutet für die Fachklasse für Grafik einen Schuljahresstart von 0 auf 100. Direkt nach den Sommerferien beginnt das dreiwöchige jahrgangsübergreifende Praxisprojekt, an dessen Ende die gestalterische Antwort auf einen realen Kundenauftrag abzugeben ist.

Innerhalb eines klar strukturierten Entwurfs- und Entscheidungsprozesses entwerfen, verwerfen, entscheiden und verfeinern die angehenden Grafiker/innen unter der Leitung ihrer Lehrerinnen und Lehrer ihre Ideen von der Recherche bis zur Ausarbeitung.

Die Fachklasse für Grafik bietet mit diesen Sommerprojekten ihren Projektpartnern einen qualitativ hochwertigen Pool kreativer grafischer Vorschläge, aus denen sich eine Jury die besten herauspickt. Auf diesem Weg entstanden 2011 Sondermarken für die Schweizer Post, 2012 ein Layout für das Basler Schulblatt und 2013 Plakate für Baselland Tourismus.

Schule für Gestaltung Basel
Vogelsangstrasse 15
4058 Basel

Leitung:
Nicholas Mühlberg
nicholas.muehlbergsfgbasel.ch
Sekretariat:
Marie de Courten
marie.decourtensfgbasel.ch
T +41 61 695 67 70