Fachklasse für Grafik

Bildungsstruktur

Die vier Jahre dauernde Fachklasse für Grafik umfasst die Fachausbildung zur Grafikerin und zum Grafiker mit eidgenössischem Fähigkeitsausweis und die eidgenössische Berufsmaturität. Lernende der Fachklasse reifen somit zu qualifizierten Berufsleuten heran.


Die Welt mitgestalten

Die acht Semester beinhalten Jahres-, Semester- und Quartalskurse. Im begleiteten Werkstattunterricht wird prozess- und projektorientiert gearbeitet. Fachwissen wird überwiegend in Verbindung mit praktischen Aufgaben vermittelt. Exkursionen und Projektwochen vervollständigen das Ausbildungsprogramm.
Im sechsten Semester erfolgt ein vier Monate dauerndes Praktikum, das im In- oder Ausland stattfindet. Gegen 30 praxiserfahrene Berufsleute unterrichten in der Fachklasse. Darüber hinaus werden Gastreferenten und externe Fachleute beigezogen. Im letzten Quartal des achten Semesters endet die Ausbildung mit der Abschlussprüfung. Wer noch nicht über eine Fach- oder gymnasiale Maturität verfügt, erlangt in der Fachklasse die Berufsmaturität.


Wissensvermittlung in Theorie und Praxis

Über die gesamte Ausbildungszeit wird innerhalb der praktischen Fächer und in zusätzlichem Theorieunterricht Fachwissen unterrichtet, das zu einer umfassenden Qualifikation für den Grafikerberuf führt. Vermittelt werden allgemeine Berufskenntnisse, Kunst-, Kultur- und Designgeschichte, Marketing, Geschäftskunde sowie die in der Praxis gängigen Computerprogramme. Weiter wird die Auftrittskompetenz geschult für Präsentationen und Bewerbungen. Dazu zählen auch die Zusammenstellung von Bewerbungsunterlagen und die Anfertigung eines Portfolios.

1. und 2. Jahr

In Fächern und interdisziplinären Aufgaben werden die Grundlagen der visuellen Kommunikation entdeckt, erlernt und geübt. Der Erwerb aller elementaren Sozial-, Methoden- und Fachkompetenzen ebnet den Weg für komplexe Gestaltungsaufgaben in den oberen Semestern. Im zweiten Jahr werden bereits erste kompakte Projekte in ein- bis zweiwöchigen Workshops erarbeitet.

3. und 4. Jahr

Anwendungsbezogene Aufgaben und Praxisprojekte prägen die oberen Semester. Komplexe Gestaltungsaufgaben für Printmedien, elektronische Medien und für Anwendungen im Raum werden gelöst. Die Arbeit an den vielschichtigen gestalterischen Prozessen erfolgt überwiegend in Quartalsprojekten, in denen Corporate-Design-Programme, Illustrationen, Layouts, Logos, Piktogramme, Plakate, Publikationen, Verpackungen, Raumobjekte, Beschriftungen/Leitsysteme, Screen- und Webdesigns, Interaktionen, Videos und Tondokumente erarbeitet werden.


Praktikum: Erste Berufserfahrung

Im 6. Semester findet ein 4 Monate dauerndes Praktikum statt und ermöglicht erste Berufserfahrung. Die Fachklasse für Grafik verfügt über ein internationales Netzwerk von Partnerbetrieben, wobei die Lernenden ihre Praktikumsstelle in erster Linie selbst wählen. Renommierte Ateliers mit Arbeitsschwerpunkten zum Beispiel in der Ausstellungsgestaltung, im Corporate Design, im Webdesign oder im Zeitungslayout bieten Praktikumsstellen an.


Extras

Das Ausbildungsprogramm wird mit zahlreichen Einzelprojekten ergänzt: Im jährlich stattfindenden sogenannten «Sommerprojekt» arbeiten alle Jahrgänge zusammen während zwei bis drei Wochen an einem komplexen Praxisprojekt. Ein zweiwöchiges Lager in der Toskana im zweiten Jahr mit den Schwerpunkten Zeichnen und Farbe fördert den Teamspirit. Die Jahrespräsentationen am Ende des Schuljahres dienen der Standortbestimmung jedes Einzelnen. Feste, Essen und weitere gemeinsame Anlässe setzen zusätzliche Akzente.

Schule für Gestaltung Basel
Vogelsangstrasse 15
4058 Basel

Leitung:
Nicholas Mühlberg
nicholas.muehlbergsfgbasel.ch
Sekretariat:
Marie de Courten
marie.decourtensfgbasel.ch
T +41 61 695 67 70

HF Visuelle Gestaltung

HF Textildesign

Die öffentlichen Kurse